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Wandern

Rund um den Vildmarksvägen gibt es eine Vielzahl herrlicher Wanderwege. Ob leichter Spazierweg zu einem der zahlreichen Naturschauspiele, Tageswanderung oder anspruchsvolle Mehrtagestour – keine der Routen ist überlaufen, so dass Sie zu jeder Jahreszeit ganz in Ruhe die Schönheit der Natur und das Abenteuer Wildnis genießen können.

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Bei einigen Strecken durch die Berge kann es sogar passieren, dass Sie außer Rentieren, Elchen, Lemmingen und Schneehühnern tagelang niemandem begegnen.

Diese Einsamkeit macht den besonderen Reiz der Vildmarksvägen-Wanderungen aus, bedeutet aber auch, dass Sie besonders lange Touren gut planen und die entsprechende Ausrüstung mitnehmen sollten, um unangenehme oder gefährliche Situationen zu vermeiden.

Sicherheit beim Wandern

Wandern Sie nie allein. Nehmen Sie ein Handy mit geladenem Akku mit. Da es viele Funklöcher gibt, ist es ratsam, zusätzlich jemanden über die geplante Route und das voraussichtliche Rückkehr-Datum zu informieren.

Passen Sie die Tagesetappen und den Schwierigkeitsgrad immer Ihrer körperlichen Belastbarkeit und Kondition, der Jahreszeit, dem Wetter und der Beschaffenheit der Wege an. Nicht alle Wanderstrecken sind durchweg gut markiert. Nehmen Sie zur Sicherheit immer einen Kompass und eine gute Wanderkarte (erhältlich im Tourismusamt) mit.

Tragen Sie gute Wanderschuhe und nehmen Sie ausreichend warme und regenfeste Kleidung mit – in den Bergen kann es auch im Sommer empfindlich kühl werden. Ins Gepäck gehören außerdem Trinkflasche, Verbandsmaterial/Pflaster und im Sommer reichlich Insektenschutz.

Bei Mehrtagestouren sollten Sie Zelt und warmen Schlafsack sowie ausreichend Proviant mitnehmen.

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Wildtiere gehen dem Menschen normalerweise aus dem Weg. Machen Sie deshalb durch Reden, Singen, Pfeifen oder eine "Bärenglocke" auf sich aufmerksam. Verstauen Sie Lebensmittel beim Campen bärensicher, zum Beispiel, indem Sie sie in einen Baum hängen, und füttern Sie nie wilde Tiere.

Besonders wenn Tiere Junge haben, können Sie sich leicht bedroht fühlen und aggressiv werden – seien Sie in dieser Zeit besonders vorsichtig.

Wie Sie sich richtig verhalten, wenn Sie einen Bär treffen, lesen Sie hier: wenn sie einem Bären begegnen.

Tipp: Die schönste Zeit zum Wandern

Mit der richtigen Ausrüstung können Sie natürlich das ganze Jahr auf Wanderschaft gehen. Besonders viel Spaß machen vor allem die langen Touren aber in der Zeit von Mitte August bis Mitte/Ende September. Dann können Sie Berge und Wälder in den schönsten Farben erleben, es gibt zahlreiche Pilze und Beeren für einen Extra-Gang am Lagerfeuer, die Wege sind meist relativ trocken und die Mückenplage ist weitestgehend vorbei.

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Wer von einer Tour auf Langlaufskiern oder Schneeschuhen träumt, kommt am besten im März/April. Dann sind die Tage wieder lang, die Sonne wärmt und der Schnee ist schön hart.

Info

Die Liste der hier beschriebenen Wanderungen wächst ständig, ist aber noch lange nicht vollständig. Erkundigen Sie sich im Tourismusbüro, wenn Sie sich für andere Strecken oder bestimmte Gegenden interessieren. Dort gibt es auch gute Wanderkarten.

Kurze Wanderungen /
Tagesausflüge

Lejarfallet

Ein schöner drei Kilometer langer Spazierweg, der auch bei Regenwetter gut begehbar ist, führt vom Parkplatz in Ankarede zum schönen Lejarfallet.

Tipp: Packen Sie den Picknickkorb ein – am Lejarfluss warten zwei idyllische Rastplätze mit Feuerstellen.

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Bjurälven

Die Geschichte der dramatischen Landschaft im Bjurälven-Naturschutzgebiet beginnt tausende Jahre vor unserer Zeit, als Regen und Grundwasser anfingen, den kalkreichen jämtländischen Felsgrund zu modellieren. Das leicht saure Wasser fraß sich Löcher und Rinnen in den Grund, höhlte den Stein aus und verband sich schließlich zu unterirdischen Bächen und Flüssen.

Heute empfängt das 23 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet seine Besucher mit fantastisch geformten Felsen, sprudelndem Wasser, dem Rauschen von wassergefüllten Gängen direkt unter der Erde, eingestürzten Grotten, Kratern, tiefen Seen und im Sommer mit blühenden Abhängen.

Einige Kilometer nördlich von Ankarvattnet ist der Weg Richtung Bjurälven ausgeschildert. Am Leipikvattnet-Hof gibt es einen Parkplatz, von dort gelangen Sie auf einem schönen sechs Kilometer langen Wanderweg in das Karstgebiet.

Kalberget

Wie ein schlafender Löwe liegt der Kalberget zwanzig Kilometer südlich von Gäddede – besonders gut lässt sich die Ähnlichkeit des Bergprofils zum König der Tiere erkennen, wenn Sie von Süden kommen. Vom Weiler Håkafot führt ein drei Kilometer langer Pfad bis zum Gipfel, von dem Sie eine tolle Fernsicht genießen können.

Portfjället

Der schöne, auch botanisch interessante Halbtagesausflug zum Portfjäll beginnt vom Bauernhof "Lindahls Fjällgård" in Björkvattnet (Frostviken). Nach einem kurzen Anstieg erreichen Sie eine weite Hochebene.

Der Wanderpfad führt Sie – vorbei an weidenden Schafen und nordischen Fichten, direkt zur sagenumwobenen Pforte (Port = Pforte) im Fjäll. Zwischen den Bergen schlängelt sich der Weg rechts den Berg hoch, hinter dem die norwegische Grenze liegt.

Die Legende erzählt, dass ein übermütiger Riese die Spitze des Portfjälls abbrach und ins Land warf. Seitdem ist der rechte Gipfel niedriger als der linke.

Raudekfjäll

Besonders Blumenfreunde werden von dieser sechs Kilometer langen Wanderung begeistert sein. Der Pfad beginnt hinter der Fjällpension in Jormlien. Nach einem zunächst recht steilen Stück führt der Weg mit sanfter Steigung über schöne Almseen und entlang kleiner Bergessen bis zum Gipfel. Von dort haben Sie einen bezaubernden Blick auf den Jormsee.

Mesklumpen

Im idyllischen Örtchen "Stora Blåsjön" am gleichnamigen See liegt der Mesklumpen, der im Herbst zu den besten "Blaubeer-Erntegebieten" der Umgebung zählt.

Der markierte Pfad führt durch ein Fichtenwäldchen bis zur Baumgrenze und dann den Skihang hoch auf den Mesklumpen. Um den Mesklumpen herum führt ein schöner Wanderweg an der Korallgrottan vorbei bis zum Leipikvattnet.

Raure

Fantastischen Ausblick auf die weite, einsame Fjäll-Landschaft haben Sie vom 932 Meter hohen Raure. Der Aussichtberg liegt auf dem Stekenjokk, von der Straße ist er rund zwei Kilometer entfernt.

Mehrtages-Touren

Tipp:

Viele Wanderwege enden nicht da wo sie anfangen – organisieren Sie deshalb schon vor der Tour den Rücktransport. Planungshilfe gibt es im Tourismusbüro.

Ankarede – Härbergsdalen

Die 33 Kilometer lange Strecke von Ankarede nach Härbergsdalen ist nicht nur im Sommer und Herbst, sondern auch im schneereichen "Vorfrühling", mit Langlaufskiern, ein unvergessliches Erlebnis.

RödfjällsstuganRödfjäll

Der Pfad führt am Sielkentjakke vorbei, der mit 1314 Metern der höchste Berg Frostvikens ist. Bei schönem Wetter lohnt sich auch der recht anstrengende Gipfelaufstieg – Sie werden mit einem fantastischen Fernblick über Berge und Seen belohnt.

sielkentjakke

Die letzte Wegetappe nach Härbergsdalen ist recht eben und führt durch ein schönes Tal. Die Sumpfgebiete können je nach Jahreszeit und Wetter sehr feucht sein – packen Sie im Zweifelsfall am besten Gummistiefel ein.

Herbergsdalen

Die Wanderkarte für dieses Gebiet hat die Bezeichnung: "Fjällkartan Z1, Stekenjokk-Gäddede".

Marsfjäll

Von der sehenswerten Kirchstadt Fatmomakke führen mehrere Wanderwege ins Naturreservat Marsfjäll.

Fatmomakke
© Johan Norberg

In ein paar Stunden können Sie auf den 1.587 Meter hohen Gipfel des Marsberges steigen.

Marsfjällen
© Johan Norberg

Wer den Pfad Richtung Norden einschlägt gelangt durch das Naturreservat nach Kittelfjäll – auf dem Weg liegen mit der Marsjällskate und der Blerikhütte zwei Übernachtungsmöglichkeiten.

Marsfjäls kåta

Die Marsfjällskate können Sie auch zum Übernachten oder Rasten nutzen, wenn Sie westwärts über das Gebirge nach Marsliden wandern. Das kleine Gebirgsdorf wurde durch das Buch von Bernhard Nordh ("Schatten über der Marshalde") bekannt.

Die Wanderkarte für dieses Gebiet hat die Bezeichnung: "Fjällkartan AC4, Fatmomakke-Saxnäs".

Marsfjäls kåta
© Johan Norberg
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