Moltebeeren
In den meisten Ländern gibt es Moltebeeren
- wenn überhaupt - nur zu horrenden Preisen im Delikatessengeschäft. Am "vildmarksvägen" können Sie die leuchtend gelb-orangen Beeren, die auf Schwedisch "hjortron" heißen, mit ein bisschen Glück gleich kiloweise pflücken. Das "Gold des Nordens" wächst vor allem in Moorgebieten, aber auch in lichten Wäldern.
Für eine gute Ernte brauchen Sie neben ein bisschen Spürsinn aber vor allem die Wohlgesinntheit der Wettergötter. Denn obwohl die Pflanze im Winter Temperaturen bis -38 Grad aushält, reagiert sie sehr empfindlich auf Kälteeinbrüche nach Beginn der Vegetationsphase.
Ab Ende Mai können Sie die ersten weißen Blüten an den fünf bis 25 Zentimeter hohen Pflanzen entdecken. Sobald sich die äußeren Blütenhüllblätter wegrollen und die Frucht gelb-orange ist, sind die Moltebeeren reif. Die beste Sammelzeit ist August.
Wer der Versuchung widerstehen kann, die süßen, Vitamin C reichen Wildfrüchte gleich von der Pflanze weg zu naschen, kann sie zu köstlicher Marmelade, Saucen, Desserts, Likören und in Torten verarbeiten.
Fjällbirke
In den Bergen begegnen sie kurz vor der Baumgrenze den urigen Fjällbirken, einer Unterart der Moor-Birken, begegnen.
Die Bäumchen, die auch im hohen Alter kaum größer als ein Busch werden, trotzen langen, kalten Winter, meterhohen Schneeverwehungen und eisigen Stürmen und wachsen dabei zu krumm und schiefen Individuen heran, die manchmal aussehen, als hätte sie ein Bildhauer entworfen.
Preiselbeere
Lingon, wie die Preiselbeere auf Schwedisch heißt, ist aus der regionalen Küche kaum wegzudenken.
Roh sind die gesunden Beeren kaum genießbar, aber verarbeitet zu Kompott oder Sauce sind sie eine delikate Bereicherung von Wildgerichten, den "köttbullar" (traditionelle schwedische Fleischbällchen), Kartoffeln und Pfannekuchen. Preiselbeer-Saft ist eine köstliche Erfrischung.
Die immergrünen Zwergsträucher wachsen im Halbschatten, besonders häufig findet man sie in der Nähe von Wald-Kiefern, die dunkelroten Beeren können in der Regel Ende August bis Mitte September geerntet werden. Tipp: Schneller und ergiebiger wird die Preiselbeer-Ernte mit einem "bärplockare" (Beerenpflücker/Blaubeerkamm).
Baumbart
In den Wäldern rund um den Vildmarksvägen können Sie häufig Birken und Nadelbäume mit langen gelb-grünen Flechten finden,
manche Bäume sind so stark behangen, dass sie an die "Ents", die Baumwesen in Tolkiens "Der Herr der Ringe" erinnern. Diese so genannten Baumbärte, die in Deutschland stark gefährdet sind, wachsen nur in Gebieten mit sehr hoher Luftqualität.
Wildblumen
Wildblumenliebhaber kommen besonders von Ende Juni bis Mitte August auf ihre Kosten,
wenn zum Beispiel Schnee-Enzian, Gelbes Bergveilchen, Bergwiesen-Bärenklau, Weiße Silberwurz, oder Schwarze Kohlröschen blühen.
Nach Mittsommer färbt die Blütenpracht ganze Hügel und Wiesen rot, blau und gelb.
Auch wer auf Wildkräutersuche ist wird in den hiesigen Wäldern und Wiesen schnell fündig.
Himbeeren
Als Waldpionier begrünen die bis zu zwei Meter hohen Himbeerbüsche Kahlschläge,
Waldlichtungen und Waldränder. In der Umgebung des vildmarksvägen finden Sie wilde Himbeeren oftmals entlang von Forststraßen – ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie.
Die roten süße Früchte werden im Spätsommer bis Herbst reif und waren schon im Altertum für ihre Heilkräfte bekannt. Himbeeren enthalten unter anderem viel Vitamin C und Biotin. Aus den Blättern kann man Tee zubereiten, dem unter anderem nachgesagt wird, dass er Geburtswehen erleichtert.
Blaubeeren
Blau- oder Heidelbeeren (schwedisch: blåbär) sind nicht nur bei Zweibeinern beliebt. Hummeln und Schmetterlinge laben sich an den Blüten, Elche und Rehe bevorzugen die Blätter der Zwergbüsche, die im Herbst leuchtend rot werden. Die Beeren selbst stehen bei vielen Vögeln und besonders bei den Braunbären auf dem Speiseplan.
Die Blaubeerbüsche wachsen überwiegend in lichten Wäldern, oft auch in der Nähe von Preiselbeeren. Die beste Erntezeit ist in der Regel August.
Verwechslungsgefahr besteht mit der Rauschbeere, die größer sind und kein blaues, sondern ein helles Fruchtfleisch haben. Gelangen trotzdem Rauschbeeren in den Sammelkorb, ist das auch nicht schlimm – sie lassen sich ebenso wie die Heidelbeeren zu Marmelade, Kuchen und Säften verarbeiten.
Pilze
In den nordschwedischen Wäldern gibt es unzählige verschiedene Pilze.
Während sich Mykologen und Naturfotografen sicher auch über einen Bilderbuch-Fliegenpilz freuen, interessieren sich Hobbyköche vor allem für die Steinpilze und Pfifferlinge. 
Steinpilze wachsen vor allem in Mischwäldern, für die Pfifferlinge gehen Sie am besten in die Fjällregionen.




